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Die Situation bessert sich allmählich

Hapag-Lloyd hat im 4. Quartal ausgeglichenes Ergebnis erzielt - EU: Staatshilfe kompliziert"

Die Containerschiffs-Ree­derei Hapag-Lloyd verlässt Insidern zufolge allmäh­lich die schwere See.

 

„Die Situation bessert sich Stück für Stück", verlautete aus dem Umfeld des Unter­nehmens, an dem der Reise­konzern TUI mit gut 43 Pro­zent beteiligt ist im vierten Quartal sei ein ausgegliche­nes operatives Ergebnis er­zielt worden, hieß es zudem im Gesellschafterkreis. Das Ladungsvolumen nehme wie­der zu, und wie andere Reede­reien habe auch Hapag-Lloyd höhere Raten durchgesetzt. Um die Staatsbürgschaft von 1,2 Milliarden Euro, die von der EU bemängelt wird, macht sich Hapag-Lloyd nach Aussagen aus dem Umfeld der Reederei keine ernsthaften Sorgen. Es gebe eine Zusage der Bundesregierung, dass die Bürgschaft gewährt werde. Ohnehin sei sie nur für den schlimmsten Fall gedacht und bislang noch nicht in Anspruch genommen worden. Die „Financial Times Deutschland" hatte berichtet, dass die EU-Kommission die Staatshilfe für Hapag-Lloyd möglicherweise nicht als „Kleinbeihilfe" durchwinken werde. Die EU-Kommission sprach voneinem„komplizierten Fall". Es sei allerdings noch keine Entscheidung getroffen worden, nicht einmal eine vorläufige, sagte ein Sprecher von EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani. Die Kommission sei sich aber der Dringlichkeit bewusst. Die entsprechenden Abteilungen wollten sich so schnell wie möglich auf eine gemeinsame Position einigen.

 

Hapag-Lloyd war durch die Wirtschaftskrise in die roten Zahlen gestürzt. DerTUI-Konzern und das Hamburger Konsortium Albert Ballin mussten dem Unternehmen wiederholt finanziell unter die Arme greifen. Zudem schwenkte das Unternehmen auf einen straffen Sparkurs ein, 120 Stellen sollen bis Jahresende gestrichen werden.

 THB vom 28.01.2010
© HAMMONIA Schiffsholding AG